zur Depoteinsicht

Aktuelles


12.04.2017

Quartalsinfo 01/17

Sehr guter Start in 2017

Der Start in 2017 war für Anleger besonders erfolgreich. Die Aktienmärkte haben die Rallye des vergangenen Jahres fortgesetzt. Die Zentralbanken haben so reagiert wie es die Märkte erwartet haben. Die Fed hob ihren Zins an, die EZB bleibt bei 0%.

Zentralbanken erfüllen Erwartungen
Das erste Quartal endete mit deutlichen Kurssteigerungen an den Börsen. Die beiden US-Indizes Dow Jones und S&P legten mit über 4% deutlich zu, der DAX zeigte mit 6,2% ebenfalls ein hervorragendes Ergebnis. Dabei haben die Zentralbanken den Märkten in die Hände gespielt. Die amerikanische Fed erhöhte den Leitzins auf ein Niveau von 0,75% bis 1,0% und erfüllte somit die Erwartungen des Marktes. Positiv aufgenommen wurde insbesondere der Verweis auf die gute Lage der US-Wirtschaft.

In Europa zeigen sich die Währungshüter davon unbeeindruckt. Anfang März verkündete Draghi die Beibehaltung der Billiggeldschwemme. Der Leitzins bleibt

– ebenfalls von den Märkten erwartet – bei null Prozent. Die Geldschwemme zeigt Wirkung. Die Gefahr einer Deflation scheint gebannt, die jüngsten Inflationstendenzen scheinen dies zu bestätigen.

Für die europäischen Börsen sind das zunächst gute Nachrichten. Und auch der Blick auf die Wertentwicklung der vergangenen Jahre zeigt, dass hiesige Börsen im Vergleich zu den amerikanischen noch deutliches Potenzial haben.
Nebenwerte entwickeln sich deutlich positiv

Aktien von Nebenwerten konnten sich in den vergangenen Monaten deutlich im Plus etablieren. Ein Blick auf die Hintergründe zeigt Interessantes. Zwar spielten insbesondere im Dezember auch hier der sogenannte Trump Effekt eine Rolle.

Viel wichtiger – und somit für Anleger interessanter – ist jedoch, dass Small Caps auf der Fundamentalseite die Erwartungen übertroffen haben.

Zahlreiche Unternehmen konnten mit positiven Zahlen aufwarten und so den Ausblick erhöhen. Eines – von vielen – positiven Beispielen sind Autozulieferer. Sie fielen nicht nur durch positive Zukunftserwartungen auf, sondern auch durch hervorragende Quartalszahlen.

Auch auf internationaler Ebene konnten Small Caps überzeugen. Der Russel 2000 z.B. – das ist der amerikanische Small Cap Index – zeigte in den vergangenen zwölf Monaten eine steile Entwicklung.

Erdöl leicht im Minus
Der Erdölpreis gab im Laufe des ersten Quartals nach. Zwar konnte sich die OPEC auf Förderkürzungen einigen. Auch ist es wahrscheinlich, dass diese Maßnahme nach den vorgesehenen sechs Monaten verlängert wird. Händler äußerten jedoch leise Zweifel, ob sich wirklich alle Spieler an die Abmachung halten werden.

Hinzu kommt, dass die USA zum Erdöl-Exporteur aufgestiegen sind. Grund hierfür sind die gesunkenen Kosten sowie die hohe Flexibilität beim Fracking. Hier können die Unternehmen überraschend schnell auf steigende Weltmarktpreise reagieren und ihre Förderung erhöhen.

Ein Blick auf die Preisentwicklung zeigt, dass der Aufwärtstrend nicht nur im vierten Quartal (+16%) andauerte. Auch das Gesamtjahr war mit einem Plus von rund 33% sehr überzeugend. Damit gehört Erdöl aus Anlegersicht zu den erfolgreichsten Anlageklassen in 2016.

Lag Gold im letzten Quartal 2016 noch im Minus, konnte das Edelmetall im ersten Quartal mit +8% deutlich zulegen. Aber auch andere Metalle entwickelten sich
positiv. Silber beispielsweise legte um knapp 13% zu. Und auch Industriemetalle wie Aluminium legten deutlich zweistellig zu. Für Anleger bleiben Rohstoffe und Edel­metalle nach wie vor eine interessante Portfoliobeimischung.

Emerging Markets Anleihen entwickeln sich positiv
Die Anlageklasse Schwellenländeranleihen wird für Anleger immer interessanter. In den vergangenen Monaten zeigten sie nicht nur eine bemerkenswerte Unabhängigkeit von steigenden US-Zinsen und einem unberechenbaren US- Präsidenten. Sie legten sogar zu.

Einer der Gründe liegt in den strukturellen Erfolgen vieler Schwellenländer. Indien beispielsweise hat seit drei Jahren eine neue Regierung. Diese ist in ihren Programmen nicht nur sehr wirtschaftsfreundlich. Sie setzt auch alles daran, das Land noch schneller nach vorne zu bringen. Das wirkt sich auf die Erwartungen aus. Experten schätzen, dass Indien in 2017 durchaus um 7% wachsen kann.

Generell zeigt sich, dass Schellenländeranleihen eine immer größere Eigenständigkeit an den Tag legt. Damit sind sie nicht nur ein interessanter Baustein für ein ausgewogenes Portfolio. Sie sind auch auf dem besten Weg, grundsätzlich zu einer Kern-Anlageklasse zu werden.

31.01.2017

Quartalsbericht Q4/2016

„An der Börse sind zwei mal zwei nicht vier, sondern fünf minus eins. Und man muss die Nerven haben, dieses minus eins auszuhalten.“
Andre Kostolany

 

 

2016: Ein gutes Jahr für Anleger
Nach anfänglich starken Turbulenzen beruhigte sich das Jahr 2016 und sorgte am Ende sogar für freudige Stimmung bei Anlegern. Der DAX legte um über 6% zu. In den USA zeigt die Börse Dank Leitzinserhöhung und Trump mit einem zweistelligen Plus ein noch besseres Bild.

USA: Erwartete Zinserhöhung
Mitte Dezember blickte die gesamte Finanzwelt mit Spannung Richtung USA: Fed-Chefin Janett Yellen verkündete eine Zinserhöhung. Dieser Schritt kam nicht überraschend. Im Allgemeinen hatten ihn die Märkte bereits erwartet und eingepreist. Interessant war eher die Begründung, denn die Fed offenbart ihre positive Einschätzung der gesamten wirtschaftlichen Lage. Entsprechend legten die Aktienkurse deutlich zu. Aber auch die US-Währung verteuerte sich und lag zeitweise auf dem höchsten Stand seit 14 Jahren. Yellen bekräftigte auch, dass sie im kommenden Jahr die Zinspolitik fortführen wird. Bis zu drei Zinsschritte seien möglich.
Im Gegensatz dazu wiederholte EZB-Chef Mario Draghi, seine lockere Geldpolitik fortführen zu wollen. Die Zinsen im Euro-Raum bleiben bis auf weiteres bei null Prozent und Banken müssen für das Bunkern von Geld bei der EZB Strafzinsen zahlen.

Trump Wahl beflügelt die Aktien
Seit der Wahl von Donald Trump zum neuen Präsidenten sind die amerikanischen Börsen im Aufwind. So ist der Dow Jones nur noch wenige Punkte von der magischen Grenze von 20.000 entfernt. Ob Trump die milliardenschweren Investitionsprogramme tatsächlich wie geplant in die Tat umsetzen wird, bleibt abzuwarten, die Wahrscheinlichkeit hierfür ist aber hoch. Tatsächlich spielen diese Aspekte in den Überlegungen der Fed bereits jetzt eine Rolle.

Deutschland: DAX positiv
+6,5%: Das ist die Rendite die der Deutsche Leitindex in diesem Jahr erzielt hat. Für Anleger ist das besonders erfreulich, begann das Jahr 2016 doch mit starken Verlusten, die zeitweise bei knapp 20 % lagen. Das vierte Quartal war hierbei besonders erfreulich. Allein im November und Dezember konnte der DAX um über 8% zulegen. Gründe für die gute Jahresendrallye gibt es einige. Einer von ihnen liegt in den guten Unternehmenszahlen, die für Q3 veröffentlicht wurden.
Wie gut die Wirtschaftslage eingeschätzt wird, zeigt mal wieder der ifo-Geschäftsklimaindex. Er stieg im Dezember auf 111 Punkte und somit auf den höchsten Stand seit Februar 2012.

Erdölpreis steigt erneut
Auch im vierten Quartal setzte sich der Aufschwung des Rohöls fort. Grund dafür ist die Einigung der OPEC, die viele Experten nicht für möglich gehalten haben. Im Gegensatz zu vorherigen Einigungsversuchen haben dieses Mal auch Länder zugestimmt, die der OPEC nicht angehören. Russland z.B. hat sich bereit erklärt, seine Förderung im Jahr 2017 um bis zu 300.000 Barrel pro Tag zu kappen.
Ein Blick auf die Preisentwicklung zeigt, dass der Aufwärtstrend nicht nur im vierten Quartal (+16%) andauerte. Auch das Gesamtjahr war mit einem Plus von rund 33% sehr überzeugend. Damit gehört Erdöl aus Anlegersicht zu den erfolgreichsten Anlageklassen in 2016.

Anleihen unter Druck
Anleihen standen im dritten Quartal unter Druck. Insbesondere die (erwartete) Zinserhöhung durch die Fed sorgte für höhere Rendite. Der Renditeanstieg war faktisch weltweit zu beobachten. In den USA beispielsweise stiegen die Renditen der zahnjährigen Treasuries auf über 2,5% an und erreichten so Höchststände seit 2014. Auch in Deutschland stiegen die Renditen im Vergleich zum Vorquartal an.

FAZIT
Wahlen in den USA, Referendum in Italien, Zinserhöhung in den USA, Brexit (oder was davon übrig bleibt) – das sind nur einige Beispiele die zeigen, wie turbulent das Jahr 2016 war. Wer allerdings Durchhaltevermögen zeigte und insbesondere zu Beginn des Jahres Nerven behielt, wurde durch die insgesamt positive Entwicklung an den Märkten belohnt.
Und das Jahr hat mehr als nur ein Happy End: Viel wichtiger als die insgesamt positiven Zahlen ist die Erkenntnis, dass sich Märkte von politischen Ereignissen nicht beeinflussen lassen. Die Finanzwelt dreht sich weiter und das ist gut so. Denn damit zeigt sie, dass sie sich auf das Wesentliche konzentriert – gute Voraussetzungen für das Jahr 2017.

 

09.11.2016

Marktbericht 3. Quartal 2016

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„Die kurzfristigen Auswirkungen des Brexit- Votums auf den Erholungsprozess im Euroraum werden sich in engen Grenzen halten.“

Jens Weidmann

Erholung an den Börsen

Das dritte Quartal 2016 ist aus Anlegersicht insgesamt erfreulich verlaufen. Der DAX legte um rund 7% zu, die Brexit-Thematik ist überwunden. Auch die deutlicher werdenden Signale der Fed, das Zinsniveau bald anheben zu wollen, lassen die Börsen weitestgehend kalt.

Anleger konnten sich im dritten Quartal dieses Jahres über eine grundsätzlich positive Börsenentwicklung freuen, an der auch die neuerlichen Signale seitens der Fed in Richtung Zinserhöhung nichts änderten. Der deutsche Leitindex zog auf Quartalssicht um rund 7% an, die US- Amerikanische Börse legte immerhin 0,5% zu und auch die Hong Konger Börse (Hang Seng) legte mit über 13% einen deutlichen Kursanstieg hin.

Interessant ist dabei der Blick auf die Wertentwicklung seit Jahresbeginn. Die Kursverluste vom Januar/Februar konnten wieder wettgemacht werden. So legte der S&P500 zum Beispiel seit seinem Tiefpunkt im Februar mehr als 15% zu. Und beim Hang Seng summieren sich die Kursanstiege seit Jahresbeginn auf rund 9%.

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USA: Zinserhöhung rückt in greifbare Nähe

Wie erwartet hat die Fed im September von einer Zinsanhebung abgesehen, womit eine Zinsanhebung aufgrund der Wahlen erst im Dezember wahrscheinlich ist. Fed-Chefin Janet Yellen begründet einen möglichen Zinsschritt damit, dass sich die Argumente für eine Zinserhöhung verstärkt hätten: Die Wirtschaft entwickelt sich positiv. Die Inflationsrate ist zwar mit 1,6% nach wie vor niedrig. Die Fed sieht diese jedoch in einem steigenden Trend und erwartet, dass die Zielvorgabe von zwei Prozent in den kommenden zwei Jahren erreicht wird. Hemmend wirkt sich jedoch der starke Dollar aus. Eine weitere Verteuerung könnte für Turbulenzen in der US- Wirtschaft sorgen.

Die Börsen reagierten insgesamt gelassen auf die Zinsentscheidung. Dass die Fed kurz vor den Wahlen auf Nummer sicher geht wurde ebenso erwartet wie eine Zinsanhebung im Dezember. Diese scheint in den aktuellen Börsenkursen bereits weitestgehend eingepreist zu sein.

Europa: Nullzins-Politik das Gebot der Stunde

Die europäische Zentralbank hingegen hält nach wie vor an ihrer Nullzinspolitik fest. Nullzins bedeutet faktisch, dass sich die Banken vollkommen umsonst Geld beschaffen können. Dennoch: Trotz der verbilligten Kredite und der hohen Geldmengen hat sich der gewünschte Preisanstieg nicht eingestellt. Die Inflation verharrt nach wie vor deutlich unterhalb der Zielvorgabe der EZB. Diese hofft aber, durch ihre Politik mittelfristig einen Boom auslösen zu können.

Der Geschäftsklimaindex stieg im September auf ein überraschend hohes Niveau von 109,5%. Laut dem ifo- Institut steht Deutschland ein „goldener Herbst“ bevor. Die Brexit-Sorgen scheinen damit endgültig vom Tisch zu sein.

Deutschland: ifo-Index steigt auf Höchststand seit Mai 2014

 Der Geschäftsklimaindex stieg im September auf ein überraschend hohes Niveau von 109,5%. Laut dem ifo- Institut steht Deutschland ein „goldener Herbst“ bevor. Die Brexit-Sorgen scheinen damit endgültig vom Tisch zu sein.

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Rohstoffe: Drosselung der Fördermenge

Auf dem Markt für Erdöl steht eine Kehrtwende an. Die OPEC einigt sich auf die Senkung der Fördermengen um 750.000 Barrel pro Tag. Im Gegensatz zu bisherigen Verhandlungen zeigte sich die Mitglieder der OPEC gewillt, diese Absprachen auch in die Tat umzusetzen. Selbst der Iran, der sich bisher Produktionsdeckelungen nicht anschließen wollte, zeigt sich kompromissbereit. Nach Meinung führender Analysten ist es wahrscheinlich, dass der Preisaufstieg weiter anhält: Seit Jahresbeginn legte ein Barrel mittlerweile um über 50% zu. Für Anleger eröffnet das interessante Möglichkeiten.

China: Wirtschaft legt gutes Quartal hin

In den vergangenen Quartalen galt die chinesische Wirtschaft – begründet oder unbegründet – häufig als Sorgenkind. Insbesondere die hohe Schuldenquote verunsicherte die Anleger. Dennoch: Der Hang Seng zeigt mit einem Plus von rund 13% eine beindruckende Performance in den vergangenen drei Monaten. Die Industrie konnte im August die Produktion um 6,3% steigern und somit die Analystenerwartungen von 6,1% noch übertreffen. Die chinesische Regierung erwartet für dieses Jahr ein Wirtschaftswachstum in Höhe von 6,5% bis 7%. Der IWF sieht dies ähnlich positiv, verweist aber auf ein verlangsamtes Wachstum hin, welches ab 2020 auf unter 6% p.a. fallen könnte.

Global: Positive Entwicklung der Schwellenländer

Brasilien: Dank der olympischen Sommerspiele konnte sich das Land von seiner Sonnenseite präsentieren. Aber auch die Börse konnte glänzen: Der brasilianische Börsenindex Bovespa legte im aktuellen Quartal rund 18% zu.

Russland: Eine noch bessere Entwicklung zeigte der russische Börsenindex RTS mit über 20%. Auch wenn das Land nach wie vor unter den Sanktionen leidet, scheint sich die russische Wirtschaft auf die Aufhebung vorzubereiten.

Türkei: Nach dem Putschversuch hat der türkische Leitindex zunächst deutlich zweistellig nachgegeben. Mittlerweile hat sich die Situation aus der Sicht der Börsianer beruhigt. Die Börse ist auf gutem Weg, die Verluste wieder wett zu machen.

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11.07.2016

MARKTBERICHT 2. Quartal 2016

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„Keep calm and carry on.“

Queen Elizabeth II

 

 

 

Das abgelaufene Quartal stand ganz im Zeichen des britischen Referendums zum Verbleib in der Europäischen Union. In den Wochen vor dem Volksentscheid reagierten die europäischen Börsen äußerst nervös auf jede neue Meldung oder Prognosedaten. In der Folge kam es zu teils hohen Tagesschwankungen, die sich nur noch in geringem Umfang an den globalen Wirtschaftsdaten orientierten.

 

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Quelle: Onvista, 30.06.2016

Als dann die Entscheidung des britischen Volkes für einen Austritt (mit 52% denkbar knapp) am 23.06.16 verkündet wurde, reagierten die Märkte zunächst schockiert. Weltweit gaben Aktienkurse kurzfristig nach und Anleger flohen panisch in die als krisensicher geltenden Anlagen wie Gold und US-Staatsanleihen. Nachdem der erste Schreck dann verdaut war, setzte aber rasch eine Gegenbewegung ein. So zeigten in der letzten Woche des Quartals die Aktienbarometer wieder deutlich nach oben und ein großer Teil der durch den Brexit verursachten Verluste konnten wieder gut gemacht werden. Für Briten und die EU beginnen nun die langwierigen Verhandlungen darüber, wie die Handelsbeziehungen zukünftig gestaltet werden sollen. Solange diese Verhandlungen noch nicht abgeschlossen sind, bleiben die Briten jedenfalls noch Teil der Staatengemeinschaft. Noch ist aber gar nicht sicher, dass es auch wirklich zum Austritt kommt. Jedenfalls melden sich immer mehr Experten und Politiker zu Wort, die sich sogar vorstellen könnten, dass die Entscheidung noch zurück genommen werden könnte, sobald mehr Klarheit über die tatsächlichen Folgen des Austritts herrscht.

 

Rohstoffe

Nach dem Preisanstieg im ersten Quartal diesen Jahres, konnten Rohstoffe auch in den letzten drei Monaten deutlich zulegen. Lag der Preis von Brent-Öl im Januar noch bei ca. 28 Dollar pro Barrel, schwankt der Preis seit Anfang Juni um etwa 50 Dollar. Allein im letzten Quartal konnte der Energieträger damit um etwa ein Viertel an Wert zulegen. Aber auch im Bereich Metalle konnten stabile Zuwächse verzeichnet werden. Insbesondere Edelmetalle haben von der Unsicherheit rund um den „Brexit“ profitiert. Während Gold etwa 7,3% an Wertzuwachs verbuchen konnte, ging es mit dem Silberpreis um beinahe 25% nach oben. Gute Nachrichten auch für Minenunternehmen, deren Aktien, wie schon imersten Quartal, zulegen konnten:

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Quelle: Onvista, 30.06.2016

 

 

Japan

Auch wenn beim Betrachten der wichtigsten Indizes im zurückliegenden Quartal der japanische Nikkei mit einem Minus von 6% auffällt, können sich europäische Japan-Anleger trotzdem freuen. Da die japanische Währung Yen zuletzt deutlich an Wert im Vergleich zum Euro gewonnen hat, konnten in Euro bewertete Japan-Fonds zum Teil sogar im zweistelligen Prozentbereich steigen. Viele Anleger, die nach dem „Brexit“ aus dem britischen Pfund flohen, hatten sich als neues Ziel den Yen auserkoren und damit den Wert der Währung in die Höhe getrieben.

US-Leitzinsen

Entgegen den Erwartungen vieler Marktteilnehmer, beließen die US-Zentralbanken die amerikanischen Leitzinsen auf dem bisherigen Niveau. Trotz positiver Zahlen zu Wirtschaftsentwicklung und Arbeitslosigkeit in den Vereinigten Staaten war Fed-Chefin Janet Yellen die Unsicherheit rund um das britische Referendum zu groß. Sollten sich die entscheidenden US-Wirtschaftsdaten in den nächsten Wochen nicht deutlich verschlechtern, ist mit einer zeitnahen, wenn auch leichten Leitzinserhöhung zu rechnen. Die wirtschaftliche Entwicklung wird wohl auch Einfluss auf die im November anstehende Präsidentschaftswahl haben. Wie erwartet wird der Zweikampf ums Weiße Haus zwischen Hillary Clinton und Donald Trump aus­getragen. Da die vor­­läufigen Wirtschafts­programme der Kandidaten bisher noch einige Lücken aufweisen, ist nur schwer zu beurteilen, welche Auswirkungen die Wahlen auf die US-Wirtschaft haben könnten. US-Experten gehen derzeit allerdings nicht davon aus, dass sich mit der Wahl die grundlegenden Schwerpunkte der US-Wirtschaftspolitik ändern werden.

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Quelle: leitzinsen.info

Schwellenländer

Nachdem die Abschwächung der chinesischen Wirtschaft, die anhaltende Dollarstärke und niedrigen Rohstoffpreise zu fallenden Preisen von Schwellenländer-Aktien geführt haben, hat sich der Trend nun umgekehrt. Anleger honorieren dabei insbesondere, dass einige Schwellenländer in Wachstumszeiten ihre Hausaufgaben gemacht haben. In Indien, Mexiko, Chile und Indonesien wurden etwa dringend notwendige Reformen umgesetzt sowie die Abhängigkeit von ausländischen Investitionen und Krediten verringert. Gerade die von Rohstoffexporten abhängigen Volkswirtschaften haben darüber hinaus von den steigenden Ölpreisen profitiert. Und auch die zweitgrößte Volkswirtschaft der Welt China sehen Experten dank dem konsequenten Durchgreifen der Notenbank und der Regierung in Peking wieder auf einem guten Weg.

FAZIT: Die Märkte wurden vom Ausgang des Brexit-Referendums überrascht. Nur so lässt sich die kurzfristig starke Reaktion der Börsen, mit direkt anschließender Gegenreaktion an den Börsen erklären. Noch herrscht zwar Unsicherheit über das ob, wann oder wie des EU-Austritts der Briten. Zinsniveau, Rohstoffpreise, Konsum und globale Nachfrage sprechen aber derzeit nicht für ein drohendes Eintrüben des Wirtschaftswachstums. Regierungen und Notenbanken werden ein genaues Auge auf die weitere Entwicklung richten und notfalls unterstützend eingreifen. Unabhängig vom Austritt der Briten bieten sich jedenfalls weltweit attraktive Anlagemöglichkeiten. Rohstoffe und Schwellenländer-Aktien konnten zwar zuletzt schon zulegen, sind aber nach wie vor noch günstig bewertet und bieten damit noch Renditepotential als auch die Möglichkeit das eigene Portfolio auf eine breitere Basis zu stellen.

11.07.2016

„Brexit“ – Einstieg in neue Ära

Die Briten steigen aus und viele Experten sind geschockt. Auch die Aktienmärkte reagieren heftig, was die Unsicherheit der Investoren angesichts der kurzfristigen Folgen unmittelbar widerspiegelt. Jetzt gilt es einen kühlen Kopf zu bewahren und über die langfristigen Folgen des „Brexit“ nachzudenken.
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27.10.2015

In der Kombi liegt die Kraft

Aktives oder passives Investment?

Die Diskussion „aktives oder passives Management“ bewegt seit 50 Jahren die Gemüter. Sie wird heute bei Anlegern und Akademikern genauso heftig geführt wie zu Beginn. Leider dreht sich die Debatte dabei weniger um den ausschlaggebenden Punkt „Zusätzlicher Ertrag nach Kosten“. Darunter zu verstehen ist eine nachhaltig bessere Wertentwicklung sowie das Erreichen gewünschter Investmentziele.

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Das passive Management von Fonds geht von einer einfachen Überlegung aus. Wenn man Aktien aller in einem Index enthaltenen Unternehmen erwirbt und die Gewichtung dieser Aktien genau dem Verhältnis der Marktwerte dieser Unternehmen entspricht, dann entwickelt sich dieser Fonds exakt wie der Index. Das Ziel der meisten passiv gemanagten Fonds besteht tatsächlich darin, einen Index nachzubilden.

Voraussetzung hierbei ist, dass die Wertpapiere effizient gepreist sind. Denn wenn die Preise kontinuierlich alles Wissen um die Unternehmen dahinter widerspiegeln, können Investoren nicht darauf hoffen, den Markt dauerhaft zu schlagen. Es sei denn, sie sind vom Glück verfolgt oder gehen höhere Risiken ein. Letzteres kann sich auszahlen. Muss aber nicht.

Warum also sollte man Zeit und Aufwand darein stecken, den Markt vergeblich vorherzusagen, wenn man einfach die Marktentwicklung nachbilden kann. Eine Antwort: Das mit Abstand größte Problem der so genannten Indexfolger (ETF, Exchange Traded Fund, börsengehandelter Indexfonds) besteht darin, dass dort die größten Positionen konzentriert sind, die der Markt heute als die erfolgreichsten ansieht. Dabei kann es sich aber auch um die Gewinner des letzten Jahres handeln.

Während die Idee der Preiseffizienz einfach und intuitiv ist, basiert sie doch auf einigen sehr fragwürdigen Annahmen über die Denkweise von Investoren. Können diese beispielsweise Informationen korrekt deuten und haben sie die Fähigkeit, schnell aus vergangenen Fehlern zu lernen? Letztlich drehen sich die relativen Vor- und Nachteile von aktivem und passivem Management jedoch um drei Schlüsselthemen: das Ausmaß, indem Märkte preiseffizient sind, die Fähigkeit aktiver Manager, Preisanomalien nachhaltig und wirtschaftlich erfolgreich zu nutzen (also nach Abzug von Kosten) und schließlich das Können, die angestrebten Investmentziele zu erreichen.

Fazit: Passive Investments wie ETFs sind kostengünstige Bausteine, die dazu beitragen können, dass Investoren ihre Anlageziele erreichen. Die Fähigkeit, dauerhaft erfolgreiche aktive Fondsmanager zu finden, hilft darüber hinaus, schneller ans Anlageziel zu kommen.

27.10.2015

Zinssätze sichern für die Baufinanzierung

Unter dem Eindruck (zu) niedriger Inflationsraten und der von China ausgehenden Marktschwankungen ist die US-Notenbank im September vor einer Erhöhung der Leitzinsen zurückgeschreckt.

Letzte Äußerungen ihrer Chefin Janet Yellen lassen allerdings darauf schließen, dass angesichts des relativ robusten US-Arbeitsmarktes die Zinsen doch noch Ende dieses Jahres angehoben werden könnten. Dies würde auch für die Zinsen in Europa nicht ohne Folgen bleiben.

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So erwarten viele Marktexperten – unter der Voraussetzung weiterhin stabiler Konjunktur-
daten und einer leicht steigenden Inflation im Euroraum – schon im kommenden Jahr mittel- bis langfristige Zinssätze, die auf einem etwas höheren Niveau als im Jahr 2015 liegen werden.

Bauherren und Immobilienkäufer sind daher gut beraten, wenn sie sich die aktuell noch immer sehr günstigen Konditionen durch eine möglichst langfristige Festschreibung der Zinssätze sichern. Auch Anschlussfinanzierungen können derzeit attraktiv gestaltet werden. Wir unterstützen Sie gerne dabei.

21.10.2015

Nicht jedem Trend nachjagen

Kaufen und dann sieben Jahre lang schlafen. Schon Kostolany wusste, dass Anleger langfristig planen sollten, wenn sie an der Börse spekulieren. Denn nur dann kann man wirklich von Renditen träumen.

Wissenschaftler der Uni Frankfurt sind der Jagd auf kurzfristige Trends nachgegangen. Sie fanden keinerlei Hinweise darauf, dass man mit der Wahl der richtigen Ein- und Ausstiegszeitpunkte sein Geld auf Dauer vermehren kann. Auch die so genannte Momentum-Strategie, bei der in jüngster Zeit gestiegene Wertpapiere gekauft werden, zeigte nur mäßigen Erfolg.

 

Fehler No. 2

Es ist nämlich dummerweise unmöglich vorherzusagen, ob es an der Börse wieder rauf oder noch weiter runter geht. Die Preisentwicklung scheint dem Zufallsprinzip zu folgen. Oft kommt eine schlechte Woche direkt nach einer guten. Oder umgekehrt. Mitten in der Finanzkrise, Anfang November 2008, hatte der DAX sein bestes Wochenergebnis: plus 16 Prozent. Nur eine Woche später hatte er mehr als zehn Prozent verloren, die drittschlechteste Woche in zehn Jahren.

Wer beispielsweise in den vergangenen zehn Jahren in den DAX investierte und sich nur die 100 besten Wochen aussuchte, konnte aus 1.000 traumhafte 57.200 Euro machen. Passend dazu der Alptraum: Wer die 100 schlechtesten Wochen erwischte, dem blieben von den 1.000 Euro gerade mal 13 Euro.

Dass die Jagd auf Trends auf Dauer nicht funktioniert, liegt an den unregelmäßigen Marktverläufen. Zwar gibt es Muster, die kurzfristigen Trends. Auch die langfristige Entwicklung schwankt stets um einen Mittelwert. Doch innerhalb der Muster sind die Verschiebungen so groß, dass sich keine stabile Handelsregel ableiten lässt.

Ein weiteres Problem kann sich daraus ergeben, dass bei häufigen Käufen und Verkäufen das Gesamtdepot aus dem Blick gerät. Dessen Zusammensetzung aus sicheren und chancenreichen Geldanlagen ist es jedoch, die vor allem über Erfolg und Misserfolg entscheidet.

FAZIT: Die erfolgreichsten Depots sind solche, deren Strategie am Anfang bestimmt wurde und an der festgehalten wurde, solange sich an den persönlichen Rahmenbedingungen nichts geändert hat.

21.09.2015

Nichts tun macht unsicher

Nun ist es also soweit. Am Donnerstagabend verkündete die US-Notenbank die mit Spannung erwartete Entscheidung über die weitere Zinspolitik… und diese wurde an den Börsen weltweit überwiegend negativ aufgenommen. Wir wollen in der aktuellen Situation unserer Verantwortung als Berater nachkommen und klar Stellung beziehen.
Trotz der verbesserten US-amerikanischen Wirtschaftsdaten und der niedrigen Arbeitslosenzahlen, hält Notenbankchefin Janet Yellen eine Erhöhung der Leitzinsen zum jetzigen Zeitpunkt noch für verfrüht. Begründet wurde die Fed-Entscheidung mit Sorgen um die globale Konjunktur und insbesondere um die stockende Wirtschaftsentwicklung im asiatischen Raum.

Glühbirne

Die Mehrzahl der Beobachter weltweit reagierte mit Unverständnis auf diese Entscheidung. Statt zur Beruhigung der Märkte beizutragen, erhöht die Verschiebung des Zinsschritts die allgemeine Unsicherheit an den Märkten und könnte zu einer weiterhin erhöhten Volatilität an den Aktienmärkten führen. Zusätzlich werden Spekulationen über die tatsächliche Stärke der US-Wirtschaft weiter befeuert.
An den Börsen in den USA und Japan ging es nach der Verkündung dann auch erstmal bergab und auch der DAX verlor am Freitag zwischenzeitlich bis zu 2,5%. In den Kursverläufen drückt sich die Verunsicherung über das weitere Vorgehen der US-Notenbank aus. Denn konkretere Aussagen, wann denn nun mit einer Erhöhung zu rechnen ist, blieben aus.
Unsere Empfehlung zum Umgang mit dieser Entscheidung hinsichtlich der Anlagestrategie haben wir in vielen Gesprächen seit Wochen kommuniziert. Seit dem Einbruch des chinesischen Aktienmarktes und den folgenden Turbulenzen weltweit sehen wir in den günstigen Kursen gerade bei Rohstoffen und europäischen Aktienfonds gute Einstiegschancen.
Allen Anleger, die in den letzten Wochen gezögert haben, können wir eine beruhigende Botschaft mit auf den Weg geben: Es ist immer noch Zeit zum Handeln! Und eines ist zu bedenken: Wer wie die US-Notenbank wichtige Entscheidungen immer weiter herausschiebt, verringert sein Risiko nicht, sondern verpasst lediglich viele sich bietende Chancen.

08.09.2015

Gar nicht cool, aber wichtig

Möglichst früh an später denken
Gar nicht cool, aber wichtig
„Ey Mann, nerv´ nicht mit sowas. Darum kann ich mich noch kümmern, wenn ich älter bin“. Junge Menschen finden es in der Regel gar nicht cool, sich nach Abschluss der Ausbildung, Schule oder des Studiums mit Altersvorsorge oder Versicherungen zu beschäftigen. Beginnt ein neuer und spannender Lebensabschnitt, denkt man an alles, nur nicht daran.
Dabei sollten sich gerade Berufseinsteiger schon möglichst früh Gedanken über später machen. Schließlich kommt nicht nur der erste Gehaltsscheck, sondern auch ein höheres Risiko auf die Twens zu. Für alle, die deren Kinder oder Bekannte mit diesen neuen Herausforderungen konfrontiert werden, haben wir eine kurze Übersicht der wichtigsten Absicherungen zusammengestellt.
Absolut unverzichtbar: Haftpflicht

Cool
Schon durch eine einfache Unachtsamkeit kann hoher Schaden entstehen, für den man im schlimmsten Fall ein Leben lang zahlen muss. Spätestens ab dem Berufseinstieg oder dem 25. Geburtstag ist der Abschluss einer entsprechenden Police daher existenziell wichtig.
Stark unterschätztes Risiko: Berufsunfähigkeit
Die Absicherung einer durch Krankheit oder Unfall bedingten Berufsunfähigkeit zählt laut „Bund der Versicherten“ zu den wichtigsten Vorsorgemaßnahmen überhaupt. Die statistische Wahrscheinlichkeit noch vor dem 65. Lebensjahr berufsunfähig zu werden, liegt für 20- bis 30-Jährige bei rund 40 Prozent (zum Vergleich: bei 50-Jährigen ist diese immer noch rund 30 Prozent). Trotzdem wird dieses Risiko zu häufig unterschätzt. Gerade für junge Leute lohnt sich der Abschluss auch aufgrund der günstigeren Vertragskonditionen.
Vom Zinseszins profitieren: Altersvorsorge
Sobald die Grundsicherung abgeschlossen ist und jeden Monat genug vom Gehalt übrig bleibt, ist dann die Altersvorsorge dran. Wer frühzeitig eine der vielen Lösungen für sich auswählt, kann vom Zinseszins richtig profitieren. Neben dem teilweise etwas unflexiblen Sparen mit Versicherungen gibt es die Möglichkeit über Fondssparpläne vorzusorgen oder staatliche Zuschüsse über einen Riester-Vertrag zu nutzen. Die individuell beste Lösung hängt dabei von verschiedenen Faktoren ab, wie dem Arbeitsverhältnis und dem zur Verfügung stehenden Einkommen. Für Auszubildende lohnt sich wie für festangestellte Arbeitnehmer auch die Prüfung, ob ihnen von ihrem Arbeitgeber vermögenswirksame Leistungen zustehen, die auch privat aufgestockt werden können.
Noch keinen Plan?: Beraten lassen!
Um bei der Vielzahl an verfügbaren Policen auch wirklich die passenden Angebote zu finden, sollten Sie sich frühzeitig mit uns in Verbindung setzen. Ihr genauer Absicherungs¬bedarf kann am besten im persönlichen Gespräch ermittelt werden. Rufen Sie also einfach an, wir beraten Sie gerne.

KONZEPT Anlageberatung GmbH & Co. KG
Klaus Winkelmann
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